Donnerstag, 12. Oktober 2017

Googles Pixel Buds: Top oder Flop?

Wieder nur heiße Luft, oder steckt diesmal wirklich mehr dahinter? Googles neue Pixel Buds sind Bluetooth-Ohrhörer, die zum Übersetzen aus und in 40 Sprachen fähig sein sollen.

Google hegt mit der Einführung seiner neuen Pixel Buds den Wunsch, abermals Aufsehen zu erregen. Jedoch zeichnet sich jetzt schon ab, dass sich die Verständigung zwischen Sprachen damit eben einfach wieder nicht automatisieren lässt.



Ganz so neu ist die hinter den Pixel Buds steckende Technik übrigens nicht: Denn mithilfe eines Sprachbefehls aktivieren Nutzer schlicht die Funktion des altbekannten Google-Übersetzers in einer App auf einem Android-Telefon.

Weitere "In-Ear-Übersetzer" anderer Hersteller sollen den Markt ebenfalls bald erobern, so unter anderem der japanische Taschenübersetzer Ili, der Translate One2One des australischen Start-ups Ligmo, die Ohrhörer des Münchner Start-ups Bragi oder der WT2 des chinesischen Start-ups Timekettle.

Die Revolution bei der Verständigung über Sprachgrenzen hinweg wird aber voraussichtlich auch diesmal ausbleiben, genauer: bei der Verständigung zwischen Menschen, die sich eben durch ein gewisses sprachliches Niveau auszeichnet.

Pixel Buds & Co. sind kein Ersatz für professionelle Verdolmetschungen.

Die neuen Pixel Buds mögen nützlich für Touristen sein, für Konversationen, für Facebook. Aber sicher nicht als Hilfsmittel oder gar Ersatz für professionelle Verdolmetschungen im Rechts- oder Wirtschaftsbereich.

Denn Übersetzungs- und Dolmetschprogramme erkennen zwar Wörter, aber keine Bedeutung! Sie sind ungeeignet, oft geradezu tollpatschig, wenn es um etwas sehr Entscheidendes geht: Worte korrekt, gezielt und sensibel einzusetzen.