Dienstag, 2. Mai 2017

Warum ich lieber digital lese: 4 handfeste Vorteile von E-Readern

Am Wochenende in der Theaterpause kam das Gespräch in unserer Gruppe auf das Thema Minimalismus im Allgemeinen und E-Reader im Besonderen. Dabei fiel mir auf, dass ich mir schon lange kein „richtiges“ Buch mehr gekauft habe, sondern neuerdings auf meinen E-Reader setze.

Warum? Gerade mit Blick auf meine minimalistische Lebensweise hat ein E-Reader gegenüber herkömmlichen Büchern 4 Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind:

1) Schlankes Design und geringes Gewicht

Natürlich halte auch ich weiter gern „richtige“ Bücher in Händen, aber das haptische Erlebnis bieten meiner Meinung nach auch E-Reader! E-Reader sind schlank, leicht und fühlen sich ebenfalls gut an. Sie sind rundum praktisch und superideal dafür, um von mir überallhin mitgenommen zu werden.

Als Kind habe ich manchmal einen ganzen Rucksack voller Bücher in den Urlaub mitgeschleppt; heute kann ich riesige Mengen an Lesematerial für Arbeit und Freizeit jederzeit bei mir führen.

E-Reader: umweltfreundlich und weniger mühselig lesen

2) Keine Gefahr einer Anhäufung von Gegenständen

Als Minimalistin bin ich stets darauf bedacht, die Zahl der Gegenstände in meinem Eigentum, einschließlich meiner physischen Bibliothek, so weit wie irgend möglich zu reduzieren.

Rechtlich gesehen gehen digitale Bücher mit dem Erwerb nicht in mein Eigentum über; ich erwerbe lediglich die Verwertungsrechte daran. Was viele als Nachteil von E-Books ansehen, empfinde ich aber als Vorteil: Denn ich habe ja gerade kein Interesse daran, mehr Eigentum anzuhäufen!

3) Schonung der Umwelt dank niedrigerer Drucker- und Papierkosten

Da ich überwiegend Online-Zeitungsartikel, Blogeinträge, Referenzmaterialien zu Übersetzungen, längere (nicht dringende) E-Mails sowie sonstige Inhalte aus dem Internet lese, hatte ich vor E-Reader-Zeiten die Angewohnheit, mir viel auszudrucken, um es anschließend auf Papier zu lesen.

Mit meinem E-Reader lese ich seit Jahren umweltschonender: Ich kopiere mir einfach alles, was ich lesen möchte, in eine Word-Datei und schicke sie mir zu gegebener Zeit an meinen E-Reader.

4) Minimaler Zeitaufwand beim Nachsehen von Wörtern


Als Übersetzerin schlage ich beim Lesen viele Wörter nach, auch übrigens Wörter, die mir durchaus bekannt sind! Denn es ist für mich nicht nur von Berufs wegen wichtig, sondern obendrein mit viel Genuss verbunden, Definitionen von Wörtern zu lesen und zu durchdenken.

Früher war das Nachsehen von Wörtern und Definitionen beim Lesen mit einem erheblichen Aufwand verbunden; heute genügt ein Tippen auf das betreffende Wort, und der gewünschte Wörterbucheintrag öffnet sich! Dabei ist es sogar unerheblich, in welcher Sprache mein Text verfasst ist, da auf meinem E-Reader mehrere Wörterbücher gespeichert sind.

Fazit: Das Lesen mit E-Reader gestaltet sich nicht nur weniger mühselig, sondern ist obendrein umwelt- und übersetzerfreundlich und (natürlich!) minimalismusgerecht.

Besuchenswerte Links:
Huong Tran: Und, heute schon dein Bücherregal ausgemistet? (auf minimalkonzept.de)
Mirko Schubert: Warum Du auf einen E-Book-Reader setzen solltest (auf digitaler-minimalismus.de)
Marcus Klug und Michael Lindner: Digitaler Minimalismus: Ein neuer Lebensstil? (auf digitalistbesser.org)

Ähnliche Artikel in diesem Blog:
21.8.2016: 5 Dinge, die selbst Minimalisten lieben
5.5.2016: Frei, vernetzt und unabhängig: digitale Nomaden
10.9.2015: Mein Leben als Minimalistin: eine Bilanz
4.7.2014: Minimalismus im Übersetzeralltag