Freitag, 30. Dezember 2016

Warum Capsule Wardrobe und Spezialisierungen beim Übersetzen den Alltag vereinfachen

Barack Obama trägt nur Anzüge in Grau oder Dunkelblau. Steve Jobs war bekannt dafür, dass er stets in schwarzem Rollkragenpulli und Jeans zur Arbeit erschien. Und sogar Albert Einstein soll jeden Tag das Gleiche angehabt haben, um am Morgen nicht schon (völlig unnötig) geistige Energie zu verschwenden bei der Frage: Was soll ich heute anziehen?

Ein minimalistischer Kleidungsstil (oft beschrieben in Artikeln über die Capsule Wardrobe oder den Signature Look) hat Vorteile, die auf der Hand liegen: weniger Stress und Zeitverschwendung am Morgen sowie mehr Balance und Selbstzufriedenheit. Man (und frau) sieht damit immer gut aus.

Mehr Einfachheit und Zufriedenheit im Berufsalltag

Kein unnützes Grübeln mehr über Fragen wie: Fühle ich mich wohl in dem Outfit? Steht mir das überhaupt? Eine minimalistische Garderobe beruht auf dem Gedanken: In puncto Kleidung lieber minimieren als ständig neu ausprobieren.

Matilda Kahl, Art Director aus New York, trägt im Beruf immer das gleiche Business Outfit, bestehend aus weißer Seidenbluse und schwarzer Hose. Sie trägt es täglich, und das schon seit Jahren.  Ob das nicht langweilig sei? Eintönig? Von wegen. Ihr Business Outfit habe ihr Image überaus positiv geprägt. Und ihr Berufsalltag samt den morgendlichen Routineabläufen sei dadurch einfacher geworden.

Was hat all das mit dem Übersetzen zu tun? Nun, es gibt da gewisse Parallelen zwischen der Capsule Wardrobe und Fachgebieten beim Übersetzen:

Eine minimalistische Herangehensweise bei der Festlegung unserer Fachgebiete (oft beschrieben in Artikeln über das lukrative Übersetzen in einer Nische) hat Vorteile, die auf der Hand liegen: weniger Stress und Zeitverschwendung sowie mehr Balance und Selbstzufriedenheit. Und wir sehen dadurch in den Augen unserer bestehenden (und potenziellen) Kunden immer gut aus.

Kein unnützes Grübeln mehr über Fragen wie: Fühle ich mich wohl auf dem Fachgebiet? Liegt mir dieser Text überhaupt? Es gibt triftige Gründe dafür, in puncto Fachgebiete lieber zu minimieren als ständig neu auszuprobieren.

Bewusst sollten wir möglichst viele Fachgebiete ausklammern, wenn wir unsere Übersetzungsleistungen anbieten und vermarkten. Ob das langweilig oder eintönig ist? Von wegen. Minimieren wir den Umfang unserer Fachgebiete, wird dies unser Image positiv und nachhaltig prägen. Unser Berufsalltag wird dadurch einfacher. Zufriedenstellender. Und mit Sicherheit auch einträglicher.

Dieser Artikel basiert auf dem von mir auf Englisch verfassten Artikel mit dem Titel "What the Minimalist Wardrobe and Translation Specialisms Have In Common".

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